Norwich Terrier

Domenikus

   

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Welpenerziehung


Wir sind zwar noch klein, müssen aber jeden Tag viel lernen!
 

Gassigehen und Stubenreinheit

Bis zu 1 Jahr soll man den jungen Hund nicht mit Gewaltmärschen überfordern. Am Anfang reichen 3 – 4 x tägl. 10 Minuten. Auch das Treppenlaufen sollte der Hund bis zu 1 Jahr unterlassen (bitte den Hund tragen!). Sie schonen damit die Gelenke und Hüften des Welpen und haben damit eine gute Chance, einen gesunden Hund großzuziehen.

Da junge Hunde sehr viel Schlafen, sollte man sie dabei nicht stören. Dies sollten Sie auch Ihren Kindern vermitteln!
Auch beim Hochheben des Welpen muss man aufpassen:
Nicht an den Läufen hochziehen! Eine Hand unter das Hinterteil nehmen und mit der anderen Hand die Vorderbeine und die Brust umgreifen. So treten keine Bänder- und Gelenkschädigungen auf.

Auch und gerade für die Erziehung zur Stubenreinheit gilt: Keine Gewalt!

Wichtig: Zunächst sollten Sie noch vor Betreten Ihrer Wohnung mit dem neuen „Familienmitglied" einen Löseplatz aufsuchen, den Sie künftig regelmäßig ansteuern. Lassen Sie dem Welpen die nötige Zeit, schließlich ist alles neu für ihn und er muss sich erst sicher füllen, damit das „Geschäftchen" klappt. Wenn er dann Pipi oder Häufchen gemacht hat, müssen Sie ihn überschwänglich loben. Ein kurzes „Brav" ist noch lang kein Lob, wie es der Welpe nach so einer tollen Leistung verdient hat, sie müssen ihm wirklich deutlich machen, wie begeistert sie von seiner Leistung sind. Jetzt weiß er schon mal, wo man es richtig macht.

Wenn Sie Ihren Welpen aufmerksam beobachten, dürfte es kein Problem sein, ihn dazu zu bringen, sein Geschäft draußen zu machen. Selbstverständlich ist erste Voraussetzung auch, dass Sie oft genug mit dem Kleinen rausgehen. Oft genug ist bei jedem Welpen und jeden Tag etwas unterschiedlich, mal nach ½ Stunde, mal nach 2 Stunden. In der Regel sollte ein junger Welpe alle Stunde nach draußen gebracht werden, falls er nicht gerade schläft. Im Welpenalter ist Schlaf noch sehr wichtig, ein Welpe sollte möglichst nicht dabei gestört werden. Ein erwachsener Hund muss dann mindestens 3 - 4 x täglich raus, ein Junghund auch mal mehr als doppelt so oft. Wie lange es dauert, bis der Welpe gelernt hat, draußen zu gehen, liegt ganz bei Ihnen. Die Zeitabstände verlängern sich automatisch mit dem Heranwachsen des Welpen. Dabei müssen Sie beachten:

  •       Der Welpe muss immer, wenn er wach wird,

  •       der Welpe muss kurze Zeit nach dem Fressen,

  •      der Welpe muss auch mal unter dem Spielen. Sicheres Zeichen dafür, wenn er sich mitten unter dem Spiel auf einmal aufgeregt suchend im Raum bewegt, womöglich sich um sein Hinterteil zu drehen beginnt (jetzt ist es höchste Eisenbahn!),

  •       der Welpe muss, wenn er längere Zeit (z.B. zum Transport auf Reisen) in einer Tasche oder sonstigem Behälter steckt oder auf Ihrem Schoß sitzt und unbedingt dort raus will oder runter will, womöglich zu zittern anfängt, weil es ihm nicht gelingt. Vor längeren Fahrten sollte der Welpe in jedem Fall ausreichend Zeit zum Lösen bekommen haben und ordentlich ausgetobt und müde sein;

  •       kaum ein Welpe meldet sich durch „Wau-Wau" an der Tür stehend, wenn er raus muss; ein Hund hat auch andere Verständigungsmöglichkeiten, mit denen er auf sich aufmerksam macht, z.B. ständiges Pföteln, zittern oder stumm vor der Tür sitzen, aufgeregt herumlaufen. Das ist ganz individuell, aber sie werden es bei aufmerksamer Beobachtung schon lernen, was Ihnen Ihr Hund sagen will.

Wenn Sie Ihren Welpen regelmäßig füttern, wird sich automatisch ein Schlaf-/Fress-/Wachrhythmus einspielen. Nehmen Sie den Welpen sofort nach dem Aufwachen hoch und tragen Sie ihn nach draußen - möglichst immer auf den selben Platz, wo er sich in Zukunft lösen soll. Wenn er aber sein Geschäftchen bereits in der Wohnung gemacht hat, sollten Sie kein Aufhebens darum machen und möglichst unauffällig das „Werk" beseitigen. Lediglich, wenn er sich gerade anschickt oder dabei ist, in der Wohnung sein Geschäft zu verrichten, dürfen Sie mit einem kurzen strengen „Nein" Ihr Missfallen ausdrücken, den Welpen ruhig und gelassen aufnehmen und ihn nach draußen auf seinen Löseplatz bringen (auch, wenn er schon drinnen alles verrichtet hat, in dem Fall nehmen sie das Häufchen mit etwas Zellstoff auf und legen es draußen auf den vorgesehenen Löseplatz und zeigen es dem Hund), die Zauberformel „mach Pipi" oder „Biesi", „Häufchen" sagen und entsprechend überschwänglich loben, wenn er dort sein Werk vollendet hat. Wenn Sie ein Riesentrara machen, weil der Welpe in die Wohnung gemacht hat und mit Geschimpfe  den Dreck wegmachen, ist dies für den Welpen trotzdem eine Beachtung, wenngleich negativ. Besonders wenn der Welpe nicht genügend Aufmerksamkeit bekommt, empfindet er eine negative Beachtung, besser als gar keine. Außerdem wird der Welpe nervös, verstört und ängstlich, wenn Sie ihn mit „Schimpftiraden" überschütten oder gar schlagen, dadurch wird es für ihn immer schwieriger, seinen Körper zu kontrollieren - wer hat sich nicht schon vor Angst fast in die Hosen gemacht!

Es dürfte sich wohl erübrigen, zu erwähnen, dass man den Welpen niemals mit der Nase in sein Geschäftchen stupst, um ihn damit zu erziehen, das ist Tierquälerei!!! und bringt gar nichts, außer dass er sich das nächste Mal ein besseres Versteck sucht bzw. solange mit dem Geschäft wartet, bis er sich unbeobachtet fühlt. Da jeder Welpe gefallen will, wird er sehr schnell wissen, wie er zu seinen „Streicheleinheiten" kommt.

Das A und O ist aber das aufmerksame Beobachten und sofortige Handeln. Sofort heißt, sofort, nicht erst, wenn der Kaffee ausgetrunken oder der Wetterbericht zu Ende ist. Der Welpe kommt immer zuerst dran. Er ist noch zu klein, um seine Körperfunktionen länger zurückzuhalten, wenn er ein Bedürfnis hat, muss dem sofort entsprochen werden. Dies gilt auch für nachts. In der Regel schläft ein Welpe mit 12 Wochen friedlich die Nacht durch. Ein Welpe und auch der erwachsene Hund ist aber nicht immer in der Lage, die Nacht durchzuschlafen, gerade in den ersten Nächten der Eingewöhnung, aber auch später mal kommt es vor, dass er vielleicht durch einen Alptraum oder ungewohnte Geräusche wach wird, oder er hat tatsächlich mal Durchfall oder ist krank, dann muss er automatisch auch nachts raus (selbst wenn es mal 3 Uhr nachts ist).

Am bequemsten für Sie und für den Hund am angenehmsten ist es, wenn Sie Ihren Welpen bei sich im Schlafzimmer neben dem Bett (ob im Bett, ist Geschmackssache) zunächst in einer bequem ausgestatteten Transportbox, die er selber nicht verlassen kann, schlafen lassen. Wenn das Lager nicht zu groß gewählt ist, wird er es nicht beschmutzen, sondern versuchen es zu verlassen, wenn er sich lösen muss. Da er ja selber nicht raus kann, wird er anfangen sich bemerkbar zu machen. Jetzt müssen Sie unverzüglich ohne ihre schlechte Laune zu demonstrieren - so schwer es auch fällt - aufstehen, schleunigst in bereitgelegte Klamotten springen und den Welpen hochnehmen und nach draußen tragen. Wenn er sich gelöst hat, bitte niemals das überschwängliche Lob vergessen.

Je nachdem, ob Sie ein Früh- oder Spät-zu-Bettgeher sind, wird sich der Welpe auch früh- oder spät melden.

Unsere erwachsenen Hunde werden nachts zwischen 23.00 Uhr - 1.00 Uhr nochmals rausgelassen, dadurch habe ich dann am nächsten morgen bis 8.00 - 10.00 Uhr Ruhe. Für Welpen wäre die nächste Pipi-Zeit wesentlich früher, so gegen 5 - 7 Uhr, da sie noch nicht so lange aushalten. Für Frühaufsteher ergibt sich logischerweise ein anderer Rhythmus.

Für Welpenbesitzer, die nicht in der glücklichen Lage sind, einen eigenen Garten zu besitzen bzw. Parterre zu wohnen, empfiehlt sich als Notlösung für die Nacht  Zeitungspapier bereitzulegen, auf das die Welpen ja schon im Wurflager gewöhnt wurden, denn es kann schlichtweg in den ersten Wochen einfach zu lange dauern bis der Welpe, nachdem er sich gemeldet hat, endlich auf seinen Löseplatz kommt, wenn man im x-ten Stockwerk wohnt und auch noch auf den Lift warten muss. In diesen Fällen ist es um so wichtiger, sehr regelmäßig und vorzeitig mit dem Welpen den Löseplatz aufzusuchen. Das ausschließliche Benutzen von Zeitungspapier ist jedoch aus verschiedenen Gründen strikt abzulehnen:

  •       Sind derlei gewöhnte Hunde oftmals nicht mehr in der Lage, sich im Freien zu lösen, da sie das Zeitungspapier als den einzig richtigen Ort kennen gelernt haben und nichts anderes akzeptieren. Das gleiche trifft übrigens oft für Hunde zu, die ausschließlich an Grün als Löseplatz gewöhnt sind, sie sind dann kaum zu bewegen, auf Asphalt oder Beton oder sonstigen künstlichen Boden ihr Geschäft zu verrichten;

  •       ist es einfach nicht Hundgerecht. Der Hund braucht seinen regelmäßigen Auslauf und Kontakt zu anderen Hunden für sein körperliches und seelisches Wohlbefinden, alles andere erzeugt ein „Kasper-Hauser-Syndrom" , einen seelischen Krüppel!

  •       werden Sie für die Stubenreinheit wesentlich länger brauchen. Normalerweise lernt der Welpe zwischen „drinnen darf man gar nicht" und „draußen darf man immer" unterscheiden. Wie viel schwieriger ist es für ihn aber zwischen „drinnen" und „drinnen" zu unterscheiden. Eigentlich sucht der Welpe ja, durch seinen natürlichen Sauberkeitssinn geleitet, möglichst dem Nest entfernte Stellen zur Versäuberung auf.

Anmerkung: Nach all dem Gesagten ergibt sich auch automatisch, dass ein Welpe nicht in die Hände von ganztägig Berufstätigen gehört, er wird nur sehr schwer und sehr spät einigermaßen sauber werden, womöglich sogar nie und landet dann womöglich, wie so oft, irgendwann im Tierheim. Genau so wenig kann man diese Aufgabe Kindern überlassen, die einfach zu wenig aufmerksam sind und die Verantwortung (Gefahren durch Straßenverkehr, unverträgliche Hunde etc.) für einen Welpen gar nicht tragen können und in Erziehungsmethoden oft zu grob sind. Ein Kind ist eher ein guter Spielkamerad. Höchstens unter Kontrolle der Erwachsenen kann einem etwas älteren Kind ein Teil der Verantwortung für den Welpen übertragen werden.

Drastische Strafen sind also vollkommen unangebracht und verletzt nur das Vertrauen des Welpen zu Ihnen. Hat der Welpe sich an einer unerwünschten Stelle entleert, haben Sie nicht aufgepasst. Tadeln Sie sich am besten selbst!

Der Hund sollte zu festen Zeiten Gassi gehen, und auch in der ersten Zeit einen Notplatz (Zeitungen) in der Wohnung haben, falls er länger alleine bleiben muss. Auch im Garten führt man ihn immer an eine bestimmte Stelle führen, wo er sein Geschäft erledigen kann.

In den ersten Wochen (der Welpe ist noch sehr klein!) führen Sie den kleinen Kerl nicht unbedingt bei Regen Gassi. Er kann sich sehr leicht erkälten. Gewöhnen Sie ihn langsam an die Wetterlage.

Bei großer Hitze gehen Sie früh morgens und spät abends mit ihrem Welpen Gassi. Dies gilt natürlich auch für erwachsene Hunde.